Bilder, Braunschweig, Heinrich der Löwe

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Der Legende nach siedelten sich um 800 n.C. zwei "edle Recken" namens Bruno und Dankward genau dort an ,wo sich die Nordsüd- und Westosthandelswege kreuzten. Strategisch wichtig war hier auch eine Furt der Oker, dem Fluß dem Braunschweig seine spätere Blütezeit noch verdanken würde.
Durch die günstige Lage siedelten weitere Kaufleute und Handwerker in dem Gebiet und Braunschweig nahm bereits dorfähnliche Züge an.
Dankward errichtete eine einfache Burg die,später von Heinrich dem Löwen ausgebaut, noch heute Burg Dankwarderode genannt wird.Die von Bruno gegründete Siedlung wurde Brunos Wik oder Brunos Wiek genannt. Später entwickelte sich daraus Brunswiek und schließlich Braunschweig.

Löwe Braunschweig
Der Braunschweiger Löwe auf dem Burgplatz (1166)
Ein großes Glück für Braunschweig war, daß sich der Welfe Heinrich der Löwe Braunschweig als seine Residenzstadt ausgewählt hat. Unter seiner Herrschaft entwickelte sich die Stadt zu einem Machtzentrum in Mitteleuropa. Heinrich der Löwe ließ auch keinen Zweifel daran diese Macht anderen zu zeigen. 1166 ließ er auf dem Platz vor seiner Burg (dem heutigen Burgplatz) eine bis dahin im norddeutschen Raum einmalige Bronzeplastik errichten ,den Braunschweiger Löwen.
Das Original des Löwen, er war übrigends einmal vergoldet, ist heute in der Burg Dankwarderode zu bewundern. Auf dem Burgplatz steht eine Kopie. Notwendig wurde dies wegen der Umwelt- und Witterungseinflüsse.

Heinrich der Löwe gründete 1158 die Stadt München und ein Jahr später die Stadt Lübeck.
Beide Städte sind also die "Filialen" Braunschweigs ;-)

Burgplatz mit Burg Dankwarderode Braunschweig

Das Herz von Braunschweig, der Burgplatz mit Burg Dankwarderode



Heinrich der Löwe ordnete 1173 den Bau einer Stiftskirche an ,dem späteren Braunschweiger Dom . Diesem Dom stiftete Heinrich der Löwe noch reichliche Kostbarkeiten von denen jedoch "nur" noch der Siebenarmige Leuchter , der eine stattliche Höhe von 4,80 Meter aufweist, der fünfsäulige Marienaltar und das Immerwardkreuz im Dom vorhanden sind.
Teile des Welfenschatzes sind in einem Museum in Hildesheim zu sehen. Das Evangelia welches Heinrich dem Dom stiftete wurde in einer beispiellosen Aktion für 32 Millionen DM in Großbritanien ersteigert und wird heute in Wolfenbüttel, einem Vorort von Braunschweig, aufbewahrt. Heinrich der Löwe wurde nach seinem Tod 1195 im Dom beigesetzt. Sein Grabmal und das seiner Frau Mathilde ist im Mittelschiff des Domes zu sehen. Unter diesem Grabmal befindet sich die Fürstengruft mit den Särgen Heinrichs und Mathildes sowie mit den sterblichen Überresten einiger Brunonen, einem altsächsischem "Stamm". Sollten Sie den Braunschweiger Dom einmal besuchen, versäumen Sie nicht die Kratzspuren am Nordeingang anzuschauen. Der Legende nach kratzte hier der treue Löwe Heinrichs als er nach dessen Tod nicht zu seinem Herren in den Dom gelassen wurde.

Der Braunschweiger Löwe auf Elmkalksteinsockel, errichtet 1166.
Damals vergoldet.
Dom zu Braunschweig
Der romanische Dom zu Braunschweig.
Ruhestätte Heinrichs des Löwen und seiner Gemahlin Matthilde, Kaiser Otto der 4., sowie zahlreiche weitere Welfen.
Die weitere Geschichte der Stadt ist auf der englischsprachigen Seite noch ausführlicher beschrieben. Nur so viel noch:
Fürsten und Herzöge kamen und gingen .
Braunschweig blieb an sich immer ein eigenständiger Staat bis, ja bis das Land Niedersachsen "erfunden" wurde. Das Braunschweiger Land wurde nun in das neue Bundesland zwangsweise (!) "einverleibt". Im Herzen sind jedoch viele Bürger BRAUNSCHWEIGER geblieben und erst in zweiter Linie Niedersachsen.
So, das war ein kleiner Einblick in die Anfänge Braunschweigs, ich hoffe es war nicht zu oberflächlich, und hat dem, der Braunschweig kennenlernen möchte , ein wenig Spaß gemacht.

 

Der Burgplatz aus Südost.
Im Vordergrund sind Pfeiler eines Verbindungsganges zwischen der Burg und dem Dom zu sehen.

 

 

Auch prächtiges Fachwerk gibt es auf dem Burgplatz zu bestaunen. Hier das Haus der Handwerkskammer.

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© 2004 Andreas Rehwinkel, last update 12.04.07 kostenlose Statistik